Modellprojekt E-Wald: Elektroautos ab 2011 in Deutschlands größtem Härtetest
Deggendorf (obx) – Im Bayerischen Wald ist der deutschlandweit
bisher größte Praxistest für Elektromobilität
geplant. Das Modellprojekt „E-Wald“ soll die
Alltagstauglichkeit von Elektroautos unter schwierigsten
Einsatzbedingungen überprüfen. Straßen mit großen
Steigungen und Gefällen, harte Winter, niedrige Temperaturen: das
ist der Bayerische Wald. Für Lebensdauer und Reichweite von
Batterien in Elektroautos könnten die Einsatzbedingungen
ungünstiger kaum sein. Auch deshalb wurde die Region am und auf
dem „Grünen Dach Europas“ jetzt zur Modellregion
für Elektro-Mobilität ausgewählt: Hier sollen
Elektroautos in den nächsten Jahren unter topografisch und
klimatisch schwierigsten Rahmenbedingungen ihre Alltagstauglichkeit
beweisen.
Die Landkreise Cham, Regen, Freyung-Grafenau, Straubing, Deggendorf und Passau in den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern sind das Testgebiet. 240 bis 250 Ladestationen sind geplant, um die E-Mobilflotte am „Grünen Dach Europas“ rund ums Jahr am Rollen zu halten, beispielsweise auf dem Gelände von Hotels, nahe touristischen Sehenswürdigkeiten oder bei öffentlichen Einrichtungen.
Im niederbayerischen Teisnach ist bereits die erste solarbetriebene Tankstelle für Elektroautos in Betrieb. Bei dem Projekt gehe es um einen "umfassenden Ansatz einer möglichst modernen und klimafreundlichen Energieversorgung", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nach der Kabinettssitzung, bei der das Projekt im Herbst beschlossen wurde.
Ziel der Staatsregierung ist es, bereits im Jahr 2020 rund 200.000 Elektroautos über Bayerns Straßen rollen zu lassen. Das Projekt „E-Wald“ soll zeigen, wie weit die Technik von heute noch von der Vision entfernt und welche Infrastruktur dafür erforderlich ist. Im Sommer 2011 sollen die ersten Elektrofahrzeuge des E-Wald-Projekts vermutlich im Besitz von Behörden oder Unternehmen bereits leise über die Straßen im Bayerischen Wald rollen. Eine eigene Gesellschaft wird der Motor für die Umsetzung des Projekts sein. Ab 2012 oder 2013 könnten dann die Elektroautos auch an Privatleute vermietet werden, so der Plan. Wichtigste Zielgruppe dabei: die Urlauber im Bayerischen Wald.
Das gesamte Projekt ist sehr komplex: Neben den geeigneten Fahrzeugen ist ein engmaschiges Netz von Ladestationen erforderlich, außerdem aufwendige Steuerungselektronik, beispielsweise in Form eines intelligenten Navigations- und Fahrcomputers, der nicht nur weiß, wo sich das Fahrzeug gerade befindet, sondern auch, wo die nächste Ladestation zu finden ist, der rechtzeitig einen Tankplatz an der nächsten Ladestation bucht und den Fahrer ständig über die Restreitweiche informiert.
Mit dem E-Wald-Projekt soll es auch erprobt werden, Elektroauto und die Nutzung vorhandenerer Verkehrsmittel miteinander zu verzahnen. Die Gäste können beispielsweise mit der Bahn anreisen. Sie steigen am Bahnhof auf das Elektroauto um, mit dem sie zum Hotel rollen. Das Auto buchen die Gäste dann wieder für Ausflüge in der Umgebung und erkunden so die Region.
Die Antriebsenergie, der Strom, soll direkt im Bayerischen Wald erzeugt werden: in regionalen Wasserkraftwerken, Photovoltaik-Anlagen oder Biomasse-Kraftwerken. Und die Kosten? Die Finanzierung des Projekts ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Von rund fünf Millionen Euro Gesamtkosten ist bisher die Rede. Den Löwenanteil wird wohl die Bayerische Staatsregierung beisteuern, die letztendlich den Startschuss für das Projekt „E-Wald“ gegeben hat. „Wenn wir das Projekt durchsetzen, wird es deutschlandweit das größte Modellprojekt für Elektromobilität“, sagt Prof. Dr. Peter Sperber von der Fachhochschule Deggendorf, die den Modellversuch „E-Wald“ koordinieren soll.
Die Landkreise Cham, Regen, Freyung-Grafenau, Straubing, Deggendorf und Passau in den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern sind das Testgebiet. 240 bis 250 Ladestationen sind geplant, um die E-Mobilflotte am „Grünen Dach Europas“ rund ums Jahr am Rollen zu halten, beispielsweise auf dem Gelände von Hotels, nahe touristischen Sehenswürdigkeiten oder bei öffentlichen Einrichtungen.
Im niederbayerischen Teisnach ist bereits die erste solarbetriebene Tankstelle für Elektroautos in Betrieb. Bei dem Projekt gehe es um einen "umfassenden Ansatz einer möglichst modernen und klimafreundlichen Energieversorgung", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nach der Kabinettssitzung, bei der das Projekt im Herbst beschlossen wurde.
Ziel der Staatsregierung ist es, bereits im Jahr 2020 rund 200.000 Elektroautos über Bayerns Straßen rollen zu lassen. Das Projekt „E-Wald“ soll zeigen, wie weit die Technik von heute noch von der Vision entfernt und welche Infrastruktur dafür erforderlich ist. Im Sommer 2011 sollen die ersten Elektrofahrzeuge des E-Wald-Projekts vermutlich im Besitz von Behörden oder Unternehmen bereits leise über die Straßen im Bayerischen Wald rollen. Eine eigene Gesellschaft wird der Motor für die Umsetzung des Projekts sein. Ab 2012 oder 2013 könnten dann die Elektroautos auch an Privatleute vermietet werden, so der Plan. Wichtigste Zielgruppe dabei: die Urlauber im Bayerischen Wald.
Das gesamte Projekt ist sehr komplex: Neben den geeigneten Fahrzeugen ist ein engmaschiges Netz von Ladestationen erforderlich, außerdem aufwendige Steuerungselektronik, beispielsweise in Form eines intelligenten Navigations- und Fahrcomputers, der nicht nur weiß, wo sich das Fahrzeug gerade befindet, sondern auch, wo die nächste Ladestation zu finden ist, der rechtzeitig einen Tankplatz an der nächsten Ladestation bucht und den Fahrer ständig über die Restreitweiche informiert.
Mit dem E-Wald-Projekt soll es auch erprobt werden, Elektroauto und die Nutzung vorhandenerer Verkehrsmittel miteinander zu verzahnen. Die Gäste können beispielsweise mit der Bahn anreisen. Sie steigen am Bahnhof auf das Elektroauto um, mit dem sie zum Hotel rollen. Das Auto buchen die Gäste dann wieder für Ausflüge in der Umgebung und erkunden so die Region.
Die Antriebsenergie, der Strom, soll direkt im Bayerischen Wald erzeugt werden: in regionalen Wasserkraftwerken, Photovoltaik-Anlagen oder Biomasse-Kraftwerken. Und die Kosten? Die Finanzierung des Projekts ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Von rund fünf Millionen Euro Gesamtkosten ist bisher die Rede. Den Löwenanteil wird wohl die Bayerische Staatsregierung beisteuern, die letztendlich den Startschuss für das Projekt „E-Wald“ gegeben hat. „Wenn wir das Projekt durchsetzen, wird es deutschlandweit das größte Modellprojekt für Elektromobilität“, sagt Prof. Dr. Peter Sperber von der Fachhochschule Deggendorf, die den Modellversuch „E-Wald“ koordinieren soll.








