Ready for take off - das Pilotprojekt der VHS Landshut stellt sich vor
Pilotprojekt "Bewerbungscoaching für zukünftige
Flugbegleiter/-innen" startet an der Volkshochschule Landshut - weitere
Workshops in Niederbayern folgen.
Wer sich bei einer Fluglinie bewirbt, durchläuft ein hartes Auswahlverfahren. Deshalb gibt es nun das Pilotprojekt „Bewerbungscoaching für zukünftige Flugbegleiter/-innen“, das von Michael Kliebenstein, dem Beauftragten für Regionalmarketing Niederbayern, angeregt wurde und an dem sich die die Volkshochschule Landshut, die Agentur für Arbeit, die Fremdsprachenschule Landshut und weitere niederbayerische Volkshochschulen im Hinblick auf die am Airport München ansässigen Airlines beteiligen.
Am 21. Februar 2011 begrüßte Matthias Treiber, Geschäftsführer der vhs Landshut und 2. Vorsitzender der BAG Niederbayern, die Projektpartner in der Volkshochschule Landshut. Einleitend stellte er die Bedeutung des „lebenslangen Lernens“ für Unternehmen, Staat und Gesellschaft heraus: „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des bereits bestehenden Fachkräftemangels möchten wir mit diesem Projekt insbesondere einen Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Bildungsstandortes Landshut und der Region Niederbayern leisten.“
Die Kooperationspartner stellten im Pressegespräch das neue Gemeinschaftsprojekt vor: FaszinationFliegen: ImTeam arbeiten, die Welt sehen, jeden Tag neue Menschen kennenlernen und dabei noch Geld verdienen. Das sind die Vorzüge, die den Beruf einer Flugbegleiterin für viele zum Traumjob erheben. Nur wenig bekannt ist allerdings die Tatsache, dass nur zwei von acht Interessentinnen bei einer Bewerbung erfolgreich sind.

Mit der Diskussion um eine dritte Startbahn und die Ankunft neuer, großer Airbusse benötige der Münchner Flughafen in naher Zukunft “sehr große Zahlen an Personal”, sagte Initiator Michael Kliebenstein bei der Vorstellung des Projekts. Viele nicht nur junge Menschen interessierten sich für die abwechslungsreichen Laufbahnen beim Boden- und Kabinenpersonal. Jedoch gebe es mitunter große Hemmschwellen, weil auch die Anforderungen hoch seien.
In der Vergangenheit war die Region Niederbayern beim Personal am Münchner Flughafen zu wenig repräsentiert, sagte Kliebenstein. Das müsse sich ändern. Denn der Münchner Flughafen biete eine große Chance: für Menschen aus ganz Niederbayern bis in den Bayerischen Wald hinein, für Auszubildende und Arbeitssuchende. Als ersten Schritt habe man darum bereits vor zwei Jahren das Projekt Airportanbindung LA–MUC durch den Airportbus gemeinsam auf den Weg gebracht. Dieser biete eine bequeme Transportmöglichkeit von Landshut aus an den Münchner Flughafen. Der zweite Schritt bestehe nun in dem geplanten Assessment- Training für angehende Flugbegleiter, das ab März 2011 beginnen soll. Für die Zukunft ist laut Kliebenstein ein eben solches Intensivtraining auch für weitere Berufsfelder am Flughafen geplant.
Ergänzend führte Maria Amtmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Landshut, aus: „Trotz des vergleichsweise sehr guten Landshuter Arbeitsmarktes gibt es Berufsfelder, in denen die Integrationschancen aufgrund der großen Konkurrenz begrenzt sind, insbesondere im kaufmännischen Bereich und bei Büroberufen. Gerade auch für Arbeitslose aus diesen Berufen erwarte ich mir bei entsprechenden Englischkenntnissen, ausgeprägter Dienstleistungsmentalität und dem Willen zur beruflichen Umorientierung gute Einmündungsmöglichkeiten durch dieses Projekt. Arbeitswelt Flughafen! Der beste Arbeitsmarkt der Republik mit der niedrigsten Arbeitslosenquote liegt unmittelbar vor unserer Haustüre - wir sollten ihn nutzen.“
Bei einer Bewerbung am Flughafen – beispielsweise einer Airline – gilt es allerdings einige Punkte zu beachten: Weil bereits beim ersten telefonischen Kontakt mit der Airline Antworten im Wechsel zwischen Deutsch und Englisch erwartet werden, scheitern viele potentielle Bewerber schon daran. Darum liegt ein Schwerpunkt des zweitätigen Intensivtrainings auf der sprachlichen Kompetenz, sagte die Schulleiterin der vhs Fremdsprachenschule Sibylle Galter. Im vorbereitenden Englisch-Coaching werde speziell diese Gesprächssituation simuliert, um den Bewerbern die Scheu vor dem Schlüsseltelefonat zu nehmen. Flugbegleiter müssten nicht nur den technischen Wortschatz rund ums Flugzeug in der Fliegersprache Englisch beherrschen, sondern auch alles, was mit der Betreuung der Fluggäste zu tun hat. Dazu reiche ein "Do you care for lunch?" nicht aus. Flugbegleiter müssten auch fähig sein, eine gute Atmosphäre zu schaffen durch Small Talk mit VIPs und Passagieren, und in allen Situationen kompetent und souverän handeln.
Trainiert wird in Kleingruppen mit erfahrenen Flugbegleitern als Ausbilder, sagte Karin Stieg, zuständige Projektleiterin. Dabei werden den Teilnehmern allgemeine Informationen zum Berufsbild und den Bewerbungsstandards, ebenso wie wichtige Benimm-Regeln weitergegeben. Darüber hinaus bekommen sie eine Anleitung zur Bewältigung heikler Situationen: etwa für einen Streit unter Passagieren oder wenn ein Passagier Flugangst bekommt.
Neben Stress-Resistenz, sprachlichen Kompetenzen und einem ansprechenden Äußeren verlangt der Beruf eines Flugbegleiters vor allem viel Flexibilität: Denn in der Regel sind die Details des Flugs erst kurz vor einem Einsatz klar -ob beispielsweise ein Mensch mit Behinderung oder ein alleinreisendes Kind unter den Passagieren ist und deshalb besonderer Betreuung bedarf. Im Notfall müssen Flugbegleiter Erste Hilfe leisten können oder sogar das Flugzeug evakuieren. Wer sich zu all dem in der Lage sieht und auch nicht an geregelten Arbeitszeiten hängt, den erwartet dafür eine sichere berufliche Zukunft mit besten Verdienstmöglichkeiten. Auch die erste Teilnehmerin für den Workshop gibt es bereits: Frau ArtaKukiqi, Auszubildende im Hotelfach, schwärmte: „Flugbegleiterin –mein absoluter Traumberuf über den Wolken“.
Pressekontakt:
Matthias Treiber, 2. Vorsitzender der BAG Niederbayern
Geschäftsführer vhs Landshut
Ländgasse41, 84028 Landshut
Tel. 08 71/ 9 22 92-100
Fax 08 71/ 9 22 92-900
treiber@vhs-landshut.de
Karin Stieg, Fachbereichsleiterin Berufliche Bildung
Geschäftsführerin vhs business
Ländgasse41, 84028 Landshut
Tel. 08 71/ 9 22 92-100
Fax 08 71/ 9 22 92-500
stieg@vhs-landshut.de
www.vhs-landshut.de
Wer sich bei einer Fluglinie bewirbt, durchläuft ein hartes Auswahlverfahren. Deshalb gibt es nun das Pilotprojekt „Bewerbungscoaching für zukünftige Flugbegleiter/-innen“, das von Michael Kliebenstein, dem Beauftragten für Regionalmarketing Niederbayern, angeregt wurde und an dem sich die die Volkshochschule Landshut, die Agentur für Arbeit, die Fremdsprachenschule Landshut und weitere niederbayerische Volkshochschulen im Hinblick auf die am Airport München ansässigen Airlines beteiligen.
Am 21. Februar 2011 begrüßte Matthias Treiber, Geschäftsführer der vhs Landshut und 2. Vorsitzender der BAG Niederbayern, die Projektpartner in der Volkshochschule Landshut. Einleitend stellte er die Bedeutung des „lebenslangen Lernens“ für Unternehmen, Staat und Gesellschaft heraus: „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des bereits bestehenden Fachkräftemangels möchten wir mit diesem Projekt insbesondere einen Beitrag zur Stärkung des Wirtschafts- und Bildungsstandortes Landshut und der Region Niederbayern leisten.“
Die Kooperationspartner stellten im Pressegespräch das neue Gemeinschaftsprojekt vor: FaszinationFliegen: ImTeam arbeiten, die Welt sehen, jeden Tag neue Menschen kennenlernen und dabei noch Geld verdienen. Das sind die Vorzüge, die den Beruf einer Flugbegleiterin für viele zum Traumjob erheben. Nur wenig bekannt ist allerdings die Tatsache, dass nur zwei von acht Interessentinnen bei einer Bewerbung erfolgreich sind.

Mit der Diskussion um eine dritte Startbahn und die Ankunft neuer, großer Airbusse benötige der Münchner Flughafen in naher Zukunft “sehr große Zahlen an Personal”, sagte Initiator Michael Kliebenstein bei der Vorstellung des Projekts. Viele nicht nur junge Menschen interessierten sich für die abwechslungsreichen Laufbahnen beim Boden- und Kabinenpersonal. Jedoch gebe es mitunter große Hemmschwellen, weil auch die Anforderungen hoch seien.
In der Vergangenheit war die Region Niederbayern beim Personal am Münchner Flughafen zu wenig repräsentiert, sagte Kliebenstein. Das müsse sich ändern. Denn der Münchner Flughafen biete eine große Chance: für Menschen aus ganz Niederbayern bis in den Bayerischen Wald hinein, für Auszubildende und Arbeitssuchende. Als ersten Schritt habe man darum bereits vor zwei Jahren das Projekt Airportanbindung LA–MUC durch den Airportbus gemeinsam auf den Weg gebracht. Dieser biete eine bequeme Transportmöglichkeit von Landshut aus an den Münchner Flughafen. Der zweite Schritt bestehe nun in dem geplanten Assessment- Training für angehende Flugbegleiter, das ab März 2011 beginnen soll. Für die Zukunft ist laut Kliebenstein ein eben solches Intensivtraining auch für weitere Berufsfelder am Flughafen geplant.
Ergänzend führte Maria Amtmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Landshut, aus: „Trotz des vergleichsweise sehr guten Landshuter Arbeitsmarktes gibt es Berufsfelder, in denen die Integrationschancen aufgrund der großen Konkurrenz begrenzt sind, insbesondere im kaufmännischen Bereich und bei Büroberufen. Gerade auch für Arbeitslose aus diesen Berufen erwarte ich mir bei entsprechenden Englischkenntnissen, ausgeprägter Dienstleistungsmentalität und dem Willen zur beruflichen Umorientierung gute Einmündungsmöglichkeiten durch dieses Projekt. Arbeitswelt Flughafen! Der beste Arbeitsmarkt der Republik mit der niedrigsten Arbeitslosenquote liegt unmittelbar vor unserer Haustüre - wir sollten ihn nutzen.“
Bei einer Bewerbung am Flughafen – beispielsweise einer Airline – gilt es allerdings einige Punkte zu beachten: Weil bereits beim ersten telefonischen Kontakt mit der Airline Antworten im Wechsel zwischen Deutsch und Englisch erwartet werden, scheitern viele potentielle Bewerber schon daran. Darum liegt ein Schwerpunkt des zweitätigen Intensivtrainings auf der sprachlichen Kompetenz, sagte die Schulleiterin der vhs Fremdsprachenschule Sibylle Galter. Im vorbereitenden Englisch-Coaching werde speziell diese Gesprächssituation simuliert, um den Bewerbern die Scheu vor dem Schlüsseltelefonat zu nehmen. Flugbegleiter müssten nicht nur den technischen Wortschatz rund ums Flugzeug in der Fliegersprache Englisch beherrschen, sondern auch alles, was mit der Betreuung der Fluggäste zu tun hat. Dazu reiche ein "Do you care for lunch?" nicht aus. Flugbegleiter müssten auch fähig sein, eine gute Atmosphäre zu schaffen durch Small Talk mit VIPs und Passagieren, und in allen Situationen kompetent und souverän handeln.
Trainiert wird in Kleingruppen mit erfahrenen Flugbegleitern als Ausbilder, sagte Karin Stieg, zuständige Projektleiterin. Dabei werden den Teilnehmern allgemeine Informationen zum Berufsbild und den Bewerbungsstandards, ebenso wie wichtige Benimm-Regeln weitergegeben. Darüber hinaus bekommen sie eine Anleitung zur Bewältigung heikler Situationen: etwa für einen Streit unter Passagieren oder wenn ein Passagier Flugangst bekommt.
Neben Stress-Resistenz, sprachlichen Kompetenzen und einem ansprechenden Äußeren verlangt der Beruf eines Flugbegleiters vor allem viel Flexibilität: Denn in der Regel sind die Details des Flugs erst kurz vor einem Einsatz klar -ob beispielsweise ein Mensch mit Behinderung oder ein alleinreisendes Kind unter den Passagieren ist und deshalb besonderer Betreuung bedarf. Im Notfall müssen Flugbegleiter Erste Hilfe leisten können oder sogar das Flugzeug evakuieren. Wer sich zu all dem in der Lage sieht und auch nicht an geregelten Arbeitszeiten hängt, den erwartet dafür eine sichere berufliche Zukunft mit besten Verdienstmöglichkeiten. Auch die erste Teilnehmerin für den Workshop gibt es bereits: Frau ArtaKukiqi, Auszubildende im Hotelfach, schwärmte: „Flugbegleiterin –mein absoluter Traumberuf über den Wolken“.
Pressekontakt:
Matthias Treiber, 2. Vorsitzender der BAG Niederbayern
Geschäftsführer vhs Landshut
Ländgasse41, 84028 Landshut
Tel. 08 71/ 9 22 92-100
Fax 08 71/ 9 22 92-900
treiber@vhs-landshut.de
Karin Stieg, Fachbereichsleiterin Berufliche Bildung
Geschäftsführerin vhs business
Ländgasse41, 84028 Landshut
Tel. 08 71/ 9 22 92-100
Fax 08 71/ 9 22 92-500
stieg@vhs-landshut.de
www.vhs-landshut.de








